Glanzvoller Sitzungskarneval der Weissfräcke begeistert Publikum in den Rheinterrassen

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Die Prunk­sit­zung der DKG Weiss­frä­cke hat erneut unter Beweis gestellt, warum sie seit Jahr­zehn­ten zu den fes­ten Grö­ßen des Düs­sel­dor­fer Lack­schuh­kar­ne­vals zählt. Im Rad­schlä­ger­saal der Rhein­ter­ras­sen erleb­ten rund 900 Gäste einen Abend, der Tra­di­tion, Poin­ten­reich­tum und aus­ge­las­sene Stim­mung sou­ve­rän mit­ein­an­der verband.

Trotz über­wie­gend klas­si­scher Gar­de­robe blieb die Atmo­sphäre kei­nes­wegs steif. Red­ner, Musik­grup­pen und Tanz­gar­den wur­den vom Publi­kum mit gro­ßer Begeis­te­rung gefei­ert. Bereits zum Auf­takt sorgte die Tanz­garde der Düs­sel­dor­fer Ori­gi­nale mit ihrem Show­tanz für Begeis­te­rung und wurde erst nach einer Zugabe von der Bühne ent­las­sen. Auch der Ein­zug des Düs­sel­dor­fer Prin­zen­paa­res Prinz Mar­cus I. und Vene­tia Nicole, beglei­tet von der Gro­ßen Rheyd­ter Prin­zen­garde und dem Bun­des­schüt­zen-Tam­bour­corps Neu­werk, setzte einen fest­li­chen Akzent.

Seit 2011 bil­det die När­ri­sche Rei­fe­prü­fung den Höhe­punkt der Prunk­sit­zung. Pro­mi­nente Per­sön­lich­kei­ten außer­halb des orga­ni­sier­ten Kar­ne­vals stel­len sich dabei einer selbst gestal­te­ten Prü­fung vor dem när­ri­schen Audi­to­rium. In die­ser Ses­sion über­nahm diese Auf­gabe Mar­tina Voss-Teck­len­burg, ehe­ma­lige Bun­des­trai­ne­rin der deut­schen Frau­en­fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft. Mit einer gereim­ten Rede über den Frau­en­fuß­ball über­zeugte sie das Publi­kum ebenso inhalt­lich wie humo­ris­tisch. The­men wie unter­schied­li­che Spiel­wei­sen von Frauen und Män­nern sowie die sport­li­chen Erfolge der Fuß­bal­le­rin­nen wur­den poin­tiert auf­ge­grif­fen. Das Ergeb­nis war ein lang anhal­ten­der Applaus und eine mit Best­note bestan­dene Reifeprüfung.

Ein wei­te­rer emo­tio­na­ler Höhe­punkt des Abends war die Ver­lei­hung der Hugo-Cremer-Medaille, der höchs­ten Aus­zeich­nung der Weiss­frä­cke. Sie ging an den Ehren­müt­zen­trä­ger Jür­gen Hil­ger, der auf eine 55-jäh­rige Büh­nen­prä­senz im Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val zurück­blickt. Hil­ger, der den Grün­der der Weiss­frä­cke Hugo Cremer noch per­sön­lich kannte, reiht sich damit in einen exklu­si­ven Kreis ein. Die Medaille wurde zuvor ledig­lich an Joa­chim Erwin, Hans Hein­richs, Jac­ques Tilly und Mar­kus Rit­ter­bach ver­lie­hen. Mit die­ser Ehrung ver­ab­schie­det sich Hil­ger in sei­ner letz­ten Ses­sion von der Bühne.

Das Pro­gramm bot dar­über hin­aus eine große Band­breite des rhei­ni­schen Sit­zungs­kar­ne­vals. Red­ner Dja­vid, die Swin­ging Fun­fa­res, die Wim­mer Band, die Rabaue, die Fide­len Zunft­brü­der und Zunft­müüs sowie die Band Pala­ver sorg­ten für musi­ka­li­sche Abwechs­lung. Polo­nai­sen durch den Saal, Schun­kel­run­den und gemein­sa­mes Sin­gen unter­stri­chen den aus­ge­las­se­nen Cha­rak­ter des Abends.

Die Prunk­sit­zung der Weiss­frä­cke zeigte ein­drucks­voll, dass Lack­schuh­kar­ne­val und über­schäu­mende Lebens­freude kei­nen Wider­spruch dar­stel­len. Viel­mehr prä­sen­tierte sich der Düs­sel­dor­fer Sit­zungs­kar­ne­val als stil­voll, tra­di­ti­ons­be­wusst und zugleich leben­dig – ganz im Sinne der när­ri­schen Kul­tur der Landeshauptstadt.

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